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Energieausweis

Der Energieausweis

 

Der Energieausweis ist ein Dokument, das eine Immobilie energetisch bewertet.

Ausstellung, Verwendung, Grundsätze und Grundlagen der Energieausweise werden in Deutschland in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt.

 

Für wen ist ein Energieausweis Pflicht?

Jedes neu gebaute Gebäude braucht einen Energieausweis. Deshalb müssen Bauherren oder Eigentümer sicherstellen, dass sie vom Planer oder Architekten einen Ausweis erhalten. Gleiches gilt, wenn ein Gebäude umfassend saniert und dabei eine energetische Gesamtbilanzierung nach EnEV durchgeführt wird, wie es beispielsweise eine Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus erfordert.

Der Energieusweis ist notwendig, wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung verkaufen oder neu vermieten möchten. Mit dem Dokument sollen Kauf- oder Mietinteressenten über die energetischen Kennwerte des Gebäudes informiert werden.

Den Energieausweis müssen Sie aber nur bei einem Nutzerwechsel vorlegen. Solange Sie Ihr Wohneigentum selbst nutzen oder nicht neu vermieten, brauchen Sie also keinen Energieausweis.

Mieter in bestehenden Mietverhältnissen haben keinen Anspruch, den Energieausweis zu sehen.

Vermieter können die Kosten für den Energieausweis nicht auf die Mieter umlegen. Wohnungseigentümer in Eigentümergemeinschaften haben bei Verkauf oder Vermietung ihrer Wohnung einen Anspruch gegen die Gemeinschaft, dass sie den Ausweis rechtzeitig erhalten. Die Kosten sind von der Eigentümergemeinschaft zu tragen. Auch wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus als Eigentümer selbst bewohnen und daher keinen Energieausweis benötigen, lohnt sich angesichts steigender Energiepreise in vielen Fällen eine Dämmung oder Heizungserneuerung. Wichtig ist eine fachkundige und unabhängige Beratung, damit die Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt sind und fachgerecht durchgeführt werden.
 

Seit dem 1. Mai 2015 wird es ernst und teilweise auch teuer, denn seit diesem Tag gilt für Vermieter und Verkäufer:

Wer keinen Energieausweis für sein Gebäude hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit, welche mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Wer der Energieausweis Pflicht nicht nachkommt, kann mit bis zu 15.000 Euro Strafe rechnen.

 

Welcher Ausweis für welches Gebäude?

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen, die sich darin unterscheiden, wie die Energiekennwerte berechnet werden: einen Bedarfsausweis sowie einen Verbrauchsausweis .

Ein Bedarfsausweis wird ausgestellt, wenn die Heizkosten- bzw. Verbrauchsabrechnungen der vergangenen drei Jahre nicht vollständig vorliegen. Dies kann beispielsweise daran liegen, dass die Beheizung dezentral über Gasetagenheizungen erfolgt oder das Gebäude kurz zuvor umfassend modernisiert wurde. Für Neubauten wird grundsätzlich ein Bedarfsausweis ausgestellt.

Ein Verbrauchsausweis ist aufgrund des geringeren Aufwands bei der Datenerhebung in der Regel günstiger. Er ist jedoch auch weniger aussagekräftig.

 

Welcher Energieausweis ist zulässig für Wohngebäude im Bestand?

Anzahl der Wohneinheiten und Baualter des Wohngebäudes
Bedarfsausweis
Verbrauchsausweis
Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag vor dem 01.11.1977
  • die Anforderungen der 1. Wärmeschutzverordnung sind nicht erfüllt
 
Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag vor dem 01.11.1977
  • die Anforderungen der 1. Wärmeschutzverordnung sind erfüllt
Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag vor dem 01.11.1977
Wohngebäude
  • mit 5 und mehr Wohneinheiten
Anzahl der Wohneinheiten und Baualter des Wohngebäudes
Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag vor dem 01.11.1977
  • die Anforderungen der 1. Wärmeschutzverordnung sind nicht erfüllt
Bedarfsausweis:
Verbrauchsausweis:  
Anzahl der Wohneinheiten und Baualter des Wohngebäudes
Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag vor dem 01.11.1977
  • die Anforderungen der 1. Wärmeschutzverordnung sind erfüllt
Bedarfsausweis:
Verbrauchsausweis:
Anzahl der Wohneinheiten und Baualter des Wohngebäudes
Wohngebäude
  • mit 1-4 Wohneinheiten
  • Bauantrag vor dem 01.11.1977
Bedarfsausweis:
Verbrauchsausweis:
Anzahl der Wohneinheiten und Baualter des Wohngebäudes
Wohngebäude
  • mit 5 und mehr Wohneinheiten
Bedarfsausweis:
Verbrauchsausweis:

Für Eigentümer hat vor allem die Registrierung der Ausweise weitreichende Folgen. Der Ausweis-Aussteller erhält für die Erstellung eines Energieausweises eine Registriernummer vom Deutschen Institut für Bautechnik. Die Nummer wird auf allen Seiten des Ausweises abgedruckt, so dass der Energieausweis bei späteren Stichproben, zu deren Durchführung die zuständigen Landesbehörden verpflichtet sind, eindeutig zugeordnet werden kann. Sollte ein Energieausweis nachträglich behördlich überprüft werden, muss der jeweilige Aussteller sowohl Berechnungsgang als auch alle zugrundeliegenden Daten nachweisen können. Da die Zuarbeit von Verbrauchsdaten für den verbrauchsbasierten Energieausweis durch die Hauseigentümer nach wie vor zulässig ist, kann das im Einzelfall auch bedeuten, dass Eigentümer die Verbrauchsabrechnungen auch nach Vermietung oder Verkauf mindestens 10 Jahre für eine mögliche Überprüfung aufheben müssen.

Wann müssen Sie den Energieausweis vorlegen?

Mieter bzw. Käufer sollen die Möglichkeit haben, den Energieausweis bei ihrer Entscheidung über den Abschluss eines Miet- bzw. Kaufvertrags zu berücksichtigen. Sie müssen den Energieausweis also rechtzeitig vor Vertragsabschluss zur Kenntnis nehmen können, beispielsweise als Aushang bei der Besichtigung des Objekts. Möglich ist auch die Übersendung per E-Mail oder Fax. Die Pflicht zur Vorlage umfasst das ganze Dokument, also einschließlich Modernisierungsempfehlungen, sofern der Ausweis welche beinhaltet.

Vermieter müssen den Ausweis spätestens bei der Objektbesichtigung vorlegen oder aushändigen. Die früher übliche Vorgehensweise, den Ausweis gar nicht oder nur dann vorzuzeigen, wenn der Kauf- oder Mietinteressent ausdrücklich danach fragt, ist nicht mehr zulässig. Auch wenn keine Besichtigung des Objekts stattfindet, müssen Verkäufer oder Vermieter den Ausweis vorlegen oder übersenden, und zwar spätestens dann, wenn ein Interessent sie dazu auffordert. Späteren Käufern oder Mietern der Wohnung oder des Hauses muss darüber hinaus ein Exemplar oder eine Kopie des Ausweises übergeben werden.

 

Die Pflicht zum Energieausweis besteht nicht bei:

  • Gebäuden, die nicht unter Einsatz von Energie beheizt oder gekühlt werden
  • Gebäuden mit weniger als 50qm energetischer Nutzfläche
  • Gebäuden, die nach Landesrecht als Baudenkmal gelten
  • Wohngebäuden, die für eine Nutzungsdauer von weniger als vier Monaten im Jahr bestimmt sind
  • Wohngebäuden, die für eine begrenzte jährliche Nutzungsdauer bestimmt sind, wenn der zu erwartende Energieverbrauch der Wohngebäude weniger als 25 Prozent des zu erwartenden Energieverbrauchs bei ganzjähriger Nutzung beträgt
  • sonstigen handwerklichen, landwirtschaftlichen, gewerblichen und industriellen Betriebsgebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung auf eine Innentemperatur von weniger als 12 °C oder jährlich weniger als vier Monate beheizt sowie jährlich weniger als zwei Monate gelkühlt werden
  • Betriebsgebäude, soweit sie nach ihrem Verwendungszweck großflächig und lang anhaltend offen gehalten werden müssen
  • Betriebsgebäuden, die zur Haltung und Aufzucht von Tieren dienen
  • Unterglasanlagen und Kulturräumen zur Aufzucht und Vermehrung von Pflanzen
  • unterirdischen Bauten
  • Traglufthallen und Zelten
  • Gebäude, die dazu bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden, und provisorische Gebäude mit einer geplanten Nutzungsdauer von bis zu zwei Jahren
  • dem Gottesdienst oder anderen religiösen Zwecken gewidmeten Gebäuden

Büro- oder Verwaltungsgebäude, Gewerbe- oder Einkaufszentren benötigen einen so genannten "Energieausweis für Nichtwohngebäude". Dieser unterscheidet sich vom Ausweis für Wohngebäude vor allem dadurch, dass auch die Energiebedarfe für die Lüftungs- und Klimaanlage sowie die Beleuchtung des Gebäudes in den Endenergiekennwert einfließen. Gibt es in einem Gebäude sowohl Wohnungen als auch Gewerberäume, sind unter Umständen zwei getrennte Energieausweise erforderlich.

 

 

 

©Gerald Freede

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